Nachdem ich ja ausgiebig meine Erfahrung mit dem Download-Service von Media Markt geschildert habe, möchte ich hier ganz kurz meine Erfahrungen mit dem neuen Service von Saturn kundtun.

Saturn Musikdownloads
Die Dienste sind abgesehen von den marginal weniger scheußlichen Farben bei Saturn absolut identisch!
Anscheinend wird da die gleiche Technologie verwendet, was in anbetracht der Tatsache dass die Firmen dem selben Mutterkonzern (Metro Gruppe) angehören nicht so sehr überrascht. Vielleicht lohnt es sich noch zu erwähnen, dass Saturn noch bis zum 31. März 2009 sehr viele Alben zum Preis von EUR 4,99 anbietet. Das gilt auch für neue und nicht vollständig der Popmusik entlehnte Alben. Ich bin jedenfalls fündig geworden und habe mich mit Alben von Lamb Of God, Trivium, John Coltrane und Buckethead eingedeckt. Der Download läuft gerade und geht sehr flott voran (allerdings auch hier keine Restdaueranzeige *grrr*).
Jetzt müsste nur noch die Metro Gruppe selber einen Downloadservice anbieten der völlig generisch ist und fast komplett auf Grafiken verzichtet. Sowas könnte dann so aussehen
Amazon hat nun angekündigt den bereits in den USA und England erfolgreichen mp3 Download-Dienst dieses Jahr endlich nach Deutschland zu bringen. Ich bleibe für euch am Ball!
UPDATE: Nachdem ich nun die gesamte Zip-Datei mit allen gekauften Songs heruntergeladen habe, musste ich feststellen dass jede Datei dort doppelt vorhanden ist! Die Album-Cover-Dateien tragen zudem die Namen zufälliger Songtitel aus dem jeweiligen Album.
Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich vor ein paar Wochen eine Nachrichten-Meldung auf Golem.de las in der die Eröffnung des Online-Musikangebots der Firma Media Markt verkündet wurde. Media Markt?! Ernsthaft?! Natürlich habe ich schon so manche CD dort gekauft, das dies jetzt allerdings ein Schwerpunkt der Metro-Tochter ist kann man aus meiner Sicht nun nicht gerade behaupten.
Besagter Nachrichten-Meldung war ebenfalls zu entnehmen, dass alle vier der großen Major-Labels ihre Musik ohne Kopierschutzmechanismen und in guter 320 kBit/s Kodierung als stinknormale mp3s zur Verfügung stellen. Der Preis von 99 Cent pro Song und ab 5 Euro pro Album schien mir auch attraktiv.
Von diesen Argumenten überzeugt schickte ich meinen Firefox auf die Reise nach download.mediamarkt.de. Der erste Anblick der Mediamarkt Seite vermochte zunächst zu erschrecken: Genau wie alle Werbebroschüren und sonstigen Werbematerialien des Unternehmens ist hier alles in überhaupt nicht dezentem KNALLROT gehalten. Aua!

Media Markt Download-Seite
Nun gut, ein Auge zu und die Suchmaske gefunden. Diese besticht nun leider auch nicht durch besondere Ergonomie, vergisst sie doch bei jeder Neueingabe Teile der zuvor eingetragenen Suchkriterien. Positiv fällt jedoch auf, dass man neben Künstler und Titel auch das Veröffentlichungsjahr und die Art der Veröffentlichung und ein Genre festlegen kann. Fluchs habe ich ein paar dem Mainstream MM-Kunden vermutlich nicht geläufigen Alben eingegeben und war zufrieden feststellen zu können, dass ich sofort alte Alben von Psychotic Waltz, Dälek und Meshuggah hätte käuflich erwerben können. Nice! Die Suche funktioniert auch schnell und die Darstellung der Suchergebnisse geht ebenfalls in Ordnung. Zudem besteht die Möglichkeit in Songs reinzuhören.
Von der Präsentation nicht vollständig überzeugt fand ich ein Album das ich nun schon länger im iTunes Store im Warenkorb liegen hatte und entschied mich dies stattdessen bei MM online zu kaufen. Knapp 13 Euro für ein Doppelalbum ist ja gar nicht schlecht. Das 5 Euro Angebot für die Serj Tankian Solo-Platte habe ich dann auch direkt wahrgenommen und hatte nun ca. 32 Songs in meinem Warenkorb. Die Zahlung habe ich mit Kreditkarte vorgenommen, hierbei gab es keine nennenswerten Probleme. Anschließend stehen die Einkäufe in dem Bereich “Ihre Downloads” zur Verfügung. Hier wurde ich erstmals mit der Tatsache konfrontiert dass man die erworbenen Songs nur dreimal herunterladen kann. Was passiert danach? Muss man sich die Sachen danach erneut kaufen?!
Will man sich die Songs nun herunterladen, muss man bei jedem einzelnen Track eine Checkbox anklicken! Man kann hier nicht einfach Album X und Album Y vollständig laden auswählen. Anscheinend hört heutzutage keiner mehr ganze Alben, anders kann ich mir nicht vorstellen dass keinem die Idee gekommen ist so eine Option mit einzubauen. Nachdem ich mir also meine Downloads zusammengeklickt habe, besteht immerhin die Möglichkeit ein ZIP-Archiv aller Selektieren Tracks herunterzuladen. Besser gesagt es bestand zunächst zwar die Möglichkeit den Download zu starten, dieser beendete sich allerdings nach nicht einmal 30% des Datenvolumens. Darüberhinaus war der Download Manager vom Firefox nicht in der Lage die verbleibende Downloadzeit zu berechnen. Witziger weise rafft der Downloadserver auch nicht wenn ein Download abgebrochen wurde und verringert die Anzahl an verbleibenden Downloads für die Stücke! Um nicht mein volles Kontingent auszuschöpfen verschob ich den Download der Alben auf den kommenden Tag in der Hoffnung dass der Server besser funktioniert. Vierundzwanzig Stunden später war es mir dann möglich meine Einkäufe herunterzuladen. Neben den mp3 Dateien mit gepflegten ID3-Tags befindet sich im Download-Archiv auch das Cover des jeweiligen Albums bzw. Stücks.
Das Media Markt Online Musikangebot besticht durch seinen Umfang und seine Preise, die Handhabung und z.T. auch die technische Umsetzung haben allerdings Defizite. Letztere werden hoffentlich mittelfristig behoben, bei der Handhabung sehe ich leider KNALLROT!
Dank Blabbermouth.net stolpert man oft über interessante Interviews aus dem Bereich der härteren Rockmusik, die man im deutschen Fernsehen nicht zu Gesicht bekommt.
Der unten eingefügte Link führt zu einem knapp 24 minütigen Interview mit Henry Rollins, welches auf dem kanadischen Fernsehsender CBC ausgestrahlt wurde. Wer sich für das Schweizer Taschenmesser unter den Rockmusikern interessiert und diesen noch nicht live erlebt hat, dem sei dieses Interview besonders empfohlen in dem Rollins sowohl seine Meinung zur kommenden US-Wahl preisgibt als auch intensiv von seiner Zeit vor der Rollins Band erzählt.
Interview mit Henry Rollins